Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte im Spiegel die Testmethoden des Magazins Öko-Test.
Das Magazin Öko-Test ist dafür bekannt, Produkte auf ihren Schadstoffgehalt hin zu prüfen und zu bewerten. Verbraucher- schützer kritisieren die Testmethoden nun und bemängeln, dass Öko-Test zu wenig Wert auf den Nutzen und die Funktionalität eines Produkts lege und stattdessen vorrangig auf den Schadstoffgehalt achte. Nach Meinung von Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg wäre das so, “als würde man Wasser in Shampoo-Flaschen füllen, die dann mit “Sehr gut” bewertet würden, weil Wasser ja schadstofffrei ist.” Schwartau hält dies für Verbrauchertäuschung, “denn der Kunde sieht das Label und denkt, er kauft ein gutes Produkt.” Außerdem sei es problematisch, dass Kunden das Öko-Test-Label als Bio-Siegel wahrnehmen, obwohl es nichts über den ökologischen Wert eines Produkts aussagt. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bunds Ökologischer Lebensmittelwirtschaft ärgert sich, da seiner Meinung nach Fragen zur Herstellung, den Produktionsbedin- gungen, der Tierhaltung und des Naturschutzes ignoriert werden. Das Interview ist in der Spiegel-Ausgabe 11/2010 erschienen. (mh)