Nach einer Untersuchung des BNN ist deutsches Bio-Obst und Bio-Gemüse nahezu schadstofffrei. (Foto: © Pixelio / Rolf Handke)
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V. (BNN) untersucht seit 2003 einmal jährlich Bio-Obst und -Gemüse auf Verunreinigungen durch Pestizide. Der neuste BNN-Bericht enthält gute Nachrichten: 96% der getesteten Ware haben den Test bestanden und sind schadstofffrei. Nur in 0,4% der überprüften Produkte fanden die Tester Schadstoffmengen über der erlaubten Höchstgrenze. Als vollkommen frei von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln stellten sich Äpfel, Auber- ginen, Paprika und Tomaten aus Bio-Anbau heraus. Damit setzt sich der Trend des Rückgangs von Pestiziden in Bio-Produkten weiterhin fort. Es gibt allerdings nach wie vor ein Problem mit Bio-Produkten aus dem Ausland. Nicht nur, dass diese häufiger mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind, oft ist noch nicht einmal sicher, dass es sich bei der als solche deklarierten Ware auch tatsächlich um Bio-Produkte handelt.
Zum Vergleich: bei herkömmlich produzierter Ware sind etwa 58,6% mit Pestiziden belastet. Allerdings kündigte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) an, dass man den Wünschen der Verbraucher folgen wird und sich an dem Rückstandsmonitoring für Obst und Gemüse beteiligen wolle. Dies sagten schon mehrere Einzelhandelsketten, darunter Edeka, Globus, Kaiser’s Tengelmann, Metro, Rewe und tegut, zu. (mh)