Wegen des anhaltenden Solarbooms könnten laut Vattenfall die Strompreise für Ökostrom steigen. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Wer Solarstrom produziert, erhält über 20 Jahre hinweg staatliche Förderungen - das macht Photovoltaik-Anlagen für viele Unternehmen und Privatleute sehr attraktiv. Doch der neue Solar- boom könnte sich negativ auf die Strompreise auswirken. So prognostiziert der Stromkonzern Vattenfall, dass der Kilowattstundenpreis für Ökostrom alleine im kommenden Jahr um bis zu 10% steigen könnte. Demnach würde die Kilowattstunde nicht mehr rund 20 Cent, sondern 22 Cent kosten.
Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) widerspricht dieser Prognose. Ein Anstieg der EEG-Umlage sei nicht mit einer automatischen Strompreiserhöhung gleichzusetzen, heißt es da. Wieviel ein Netzbetreiber an Umlage zahlen muss, hängt nämlich sowohl von den gesetzlich garantierten Einspeisevergütungen für Ökostrom als auch von den Preisen an der Leipziger Energiebörse ab. Derzeit ist der Börsenstrom besonders günstig. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Stromkonzerne den Strom ebenfalls günstig einkaufen können und die Preise deshalb auch senken könnten und keineswegs anheben müssen. Außerdem sei zu bedenken, dass durch Ökostrom hohe Folgekosten vermieden werden, die durch Klima- und Umweltschäden entstehen würden. (mh)