Experten raten zu einem sorgsamen Umgang mit dem Rohstoff Holz bei den erneuerbaren Energien. (Foto: © Pixelio / Wolf & Marg)
Laut dem Bundesumweltministerium stammt hierzulande 80% der Wärme aus erneuerbaren Energien aus Holz. Da der Brennholz- bedarf schon lange nicht mehr nur aus Altholz und Sägeabfall gedeckt werden kann, wird auch immer mehr Holz direkt aus dem Wald zum Verheizen genutzt. Diese Entwicklung ist laut Prof. Arno Frühwald vom Hamburger Institut für Holztechnologie und Holzbio- logie “eine Fehlentwicklung und wird den Verwertungspotenzialen von Holz nicht gerecht”. Der Wald gerät durch die Massen an benötigtem Holz an die Grenzen der Nachhaltigkeit. Das Online- portal wir-klimaretter weist darauf hin, dass der Staat die energetische Nutzung von Holz zusätzlich fördert, in dem hier nur ein ermäßigter Umsatzsteuersatz von 7% erhoben wird. Peter Sauerwein, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Holzwerk- stoffindustrie (VHI) Peter Sauerwein, empfiehlt eine Nutzung von Holz im Wirtschaftssystem so lange es geht. Die Wälder nutzen auch dem Klimaschutz, da Holzprodukte während ihrer gesamten Lebensdauer CO2 speichern. Deshalb fordert der VHI von der Bundesregierung einen sofortigen Stopp der Subventionierung von der Verbrennung von Holzsortimenten.
Weltweit werden jedes Jahr 20 Millionen Hektar Wald abgeholzt. Neben der energetischen Nutzung wird auch der stetig wachsende Papierkonsum ein Problem für den Rohstoff Holz. Den Angaben der Naturschutzorganisation WWF zufolge beträgt die weltweite Papierproduktion pro Jahr über 380 Millionen Tonnen - mit steigender Tendenz. (mh)