Nur 4 von 28 getesteten Olivenölen "nativ extra" erhielten von der Stiftung Warentest eine gute Note. (Foto: © Pixelio / Sparkie)
Die Stiftung Warentest hat sich 28 Olivenöle der höchstdekla- rierten Güteklasse “nativ extra” mal genauer angesehen und kommt zu keinem schönen Ergebnis: Nur vier Olivenöle erhielten die Note “gut”, alle anderen lagen mit der Note “befriedigend” oder “ausreichend” entweder im Durchschnitt oder waren sogar “mangelhaft”. Letzteres traf auf insgesamt 6 Olivenöle zu, die einen ranzigen Geschmack aufwiesen. Unter den getesteten Produkten befanden sich auch 5 Bio-Öle und 3 Aktionsangebote. Die Preisspanne aller getesteten Produkte lag bei 3,45 Euro bis 57 Euro. Als Testsieger konnte sich das Bio-Olivenöl der Feinkostmarke LaSelva durchsetzen. Mit einem Literpreis von fast 20 Euro zählt es zu den teureren Produkten. Das günstigste Öl, das mit der Note “gut” ausgezeichnet wurde, ist das Olivenöl Cucina von Aldi Süd, das 6 Euro pro Liter kostet.
Trotzdem gibt es auch noch eine gute Nachricht: Zum ersten Mal seit fünf Jahren wurden in den getesteten Olivenölen keine gesundheitschädlichen Weichmacher gefunden. Ein Olivenöl darf nur dann die Bezeichnung “nativ extra” tragen, wenn mehrere Kriterien erfüllt sind: Bei der Gewinnung des Öls darf keine Wärme zugeführt werden und es sind nur mechanische Verfahren erlaubt. Das Öl muss einen fruchtigen Geschmack haben und darf bestimmte chemische Grenzwerte nicht überschreiten. (mh)