Am Mittwoch wurde das größte Solarboot der Welt auf den Namen "Turanor" getauft und vom Stapel gelassen. (Foto: © PlanetSolar)
Insgesamt 14 Monate hat es gedauert, bis das größte Solarboot der Welt fertiggestellt war. Heute wurde der 31 Meter lange Katamaran des Schweizer Projekts PlanetSolar in Kiel auf den Namen “Turanor” getauft und ist anschließend mit Hilfe eines 900 Tonnen-Krans der Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) vom Stapel gelaufen. Das Doppelrumpf-Boot wurden von der Kieler Knierim-Werft gebaut. Insgesamt ist sein ebenes Deck mit insgesamt 500 Quadratmetern Solarmodulen ausgestattet, aus der nur die Kuppel herausragt.
Raphael Domjan und zwei weitere Segler wollen mit dem rund 10 Millionen Euro teuren Boot im nächsten Jahr gemeinsam eine Weltumseglung starten und dabei auf jegliche fossile Brennstoffe verzichten. Die Weltumseglung soll im April 2011 beginnen und insgesamt 140 Seetage dauern. Sie soll als Werbekampagne für die Nutzung erneuerbarer Energien verstanden werden. Neben der Kabine für die Besatzung bietet der Katamaran auch noch bis zu 50 Gästen Platz. Diese können auf einzelnen Strecken- abschnitten mit an Bord genommen werden. Das Solarboot wird von vier Elektromotoren angetrieben, die insgesamt eine Leistung von 176 Kilowatt (239 PS) aufweisen. Die knapp 12 Tonnen schweren Batterien können bis zu 1,3 Megawatt Solarenergie speichern. Sollte sich die Sonne längere Zeit hinter Wolken verstecken, kann die geplante Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 15 km/h drei Tage lang aufrechterhalten werden. Die Öffentlichkeit kann das beeindruckende Solarboot Anfang Mai beim Hamburger Hafengeburtstag bestaunen. (mh)