Der WWF beklagt den zunehmenden Rückgang der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft. (Foto: © Pixelio / Knipser5)
Der WWF Deutschland weist darauf hin, dass die biologische Vielfalt auf Bauernhöfen immer weiter zurückgeht. Das Arten- sterben geht bei Nutztieren unvermindert weiter, laut WWF stirbt jede Woche eine Haustierrasse aus. Ein typisches Beispiel hierfür sind Stallhasen, von denen ebenfalls viele Arten bereits vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt gibt es noch 56 einheimische Kaninchenrassen, von denen jedoch schon 18 als gefährdet gelten. Darunter ist z.B. auch das berühmte Angorakaninchen oder der Meissner Widder. Durch den ansteigenden Bedarf und die immer größere Nachfrage, konzentriert sich die Landwirtschaft auf wenige Hochleistungsrassen und verzichtet dafür auf genetische Vielfalt.
Ähnliche Probleme haben auch die alten Hühner-, Rinder-, Schaf-, Schweine- und Ziegenrassen. Auf der Roten Liste der Nutztiere stehen in Deutschland heute insgesamt schon 103 Rassen. Aber die Beschränkung der biologischen Vielfalt ist nicht nur ein deutsches, sondern ein weltweites Problem. Über die Hälfte aller Nutztierrassen weltweit gelten heute als gefährdet. Der WWF und die Gesellschaft zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen (GEH) wollen die Verringerung der biologischen Vielfalt bei den Nutztieren stoppen und appellieren deshalb an die Landwirtschaft, die alten Nutztierrassen nicht zu vergessen. Mit einer entsprechenden Vermarktung hätten auch die gefährdeten Nutztierrassen vor allem im ökologischen Landbau und der Landschaftspflege heute noch eine Chance. (mh)