Der solarbetriebene Kühlschrank SolarChill hat die Zulassung der WHO erhalten. (Foto: © Greenpeace)
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dem Solar-Kühlschrank SolarChill die Zulassung erteilt, weltweit in Krisengebieten als Medikamentenkühler (z.B. für Impfstoffe) eingesetzt werden zu dürfen. Greenpeace-Klimaexperte Wolfgang Lohbeck erklärte diese Zulassung als notwendige Voraussetzung für eine Serien- produktion des umweltfreundlichen Kühlschranks. Auch die Freigabe der bereits Ende 2009 bewilligten Gelder von der Weltbank hing an der WHO-Zulassung. Der Solar-Kühlschrank könne nun wunderbar in Ländern mit unzureichender oder fehlender Stromversorgung eingesetzt werden. Als nächstes sollen nun 2,5 Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung und Auslieferung des SolarChill in Entwicklungsländer investiert werden, erklärte Lohbeck in einem pressetext-Interview.
Der SolarChill nutzt eine einzigartige Kühltechnologie, die Sonnenenergie nicht in Batterien, sondern in Eis speichert. Der Kühlschrank wird dank eines Gleichstrom-Kompressors während der Nacht durch ein Eisfach auf der gewünschten Temperatur gehalten. Diese so genannte Greenfreeze-Kühltechnik benötigt keinen Strom und keine Batterien. Laut Lohbeck dauert der Auftauvorgang viereinhalb Tage. Der Kühlschrank wurde von dem Dänischen Technologie-Forschungszentrum DTI und dem Kühlgerätehersteller Vestfrost entwickelt. An dem Projekt SolarChill insgesamt sind verschiedene Organisationen wie Greenpeace, WHO, UNICEF, UNEP sowie PATH, GTZ und DTI beteiligt. (mh)