In den Global Sustainable Tourismus Criteria sind Mindestkriterien für einen nachhaltigen Tourismus festgelegt. (Bild: © Öko-Test)
Die Zeitschrift Öko-Test macht auf die Folgen der weltweiten Reiselust aufmerksam: Eine davon ist der Klimawandel, wie der massive Anstieg des CO2-Ausstoßes durch Flugzeuge beweist. Dieser hat sich seit 1990 verdoppelt. Auch Raubbau an der Umwelt und Lohnsklaverei sind Folgen von Tourismus, die oft vergessen werden. Wer verantwortungsvoll reisen möchte, versucht sich oftmals an touristischen Umweltzeichen zu orientieren. Doch angesichts der Vielfalt den Überblick zu behalten, ist nicht einfach. Neben nationalen und internationalen Siegeln gibt es verschiedene Zertifizierungssysteme und freiwillige Selbstverpflichtungen, insge- samt gibt es weltweit 60-70 verschiedene Gütsiegel für umwelt- freundlichen Tourismus.
Seit 2008 gibt es jedoch Mindestkriterien für einen nachhaltigen Tourismus, die von einem Zusammenschluss von 32 Organisa- tionen erarbeitet wurden. An der Entwicklung der so genannten Global Sustainable Tourismus Criteria (GSTC) waren unter anderem das UN Umweltprogramm UNEP, die Welttourismusorganisation UNWTO und die Rainforest Alliance beteiligt. In dem Kriterien- katalog werden vier Schwerpunkte/Ziele gesetzt: 1. Die gesell- schaftlichen und ökonomischen Vorteile, die der Tourismus für die Gemeinde vor Ort bringt, sollen maximiert werden. 2. Die negativen Effekte auf das kulturelle Erbe sollen minimiert werden. 3. Die Nachteile für die Umwelt sollen reduziert werden. 4. Es soll ein Managementsystem für die Verbesserung der Nachhaltigkeit einge- setzt werden. Die Kriterien richten sich an die gesamte Tourismus- branche vom Reiseanbieter bis zum Hotel und sollen als Leitfaden und Orientierung dienen. Sie sind nicht verpflichtend. (mh)