Torfabbau sollte nicht unterstützt werden, deshalb Blumenerde lieber selbst machen oder Kompost kaufen! (Foto: © Pixelio / Moorhenne)
Nach dem langen Winter zieht es die Menschen wieder in ihre Gärten und der Verkauf von Blumenerde steigt sprunghaft an. Die Verbraucherzentrale Hamburg weist jedoch darauf hin, dass nicht jede Blumenerde automatisch umweltverträglich ist. Das Problem besteht in dem Hauptbestandteil vieler Produkte, dem Hoch- moortorf. Dieser ist von Natur aus sauer und arm an Nährstoffen, deshalb wird er mit Zusatzstoffen versetzt. Oft soll Kalk den ph-Wert erhöhen und verschiedene Dünger zur Nährstoffversorgung beitragen. Manche Hersteller mischen den Torf zumindest mit Rindenhumus oder Grüngutkompost, die Verbraucherzentrale hat in ihrem Marktcheck allerdings nur ein einziges völlig torffreies Produkt gefunden.
Umweltschützer halten den Abbau von Hochmooren, aus denen Torf stammt, für ökologisch nicht vertretbar. Moore sind nämlich nicht nur kostbare Wasserspeicher des Binnenlandes, sondern binden auch das in den Pflanzen gespeicherte CO2 und andere Treibhausgase. Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Klimas. Unabhängig davon sind Moore auch Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, auf Blumenerde mit Torf zu verzichten und stattdessen torffreie Produkte zu bevorzugen oder die Blumenerde mithilfe eines Komposters oder Komposthaufens gleich selbst herzustellen. Wer keine Möglichkeit hat, selbst Kompost herzustellen, kann diesen auch kaufen. (mh)