Bis zum Jahr 2030 könnte 50% der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen stammen. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) schätzt, dass sich der Ausbaubedarf des Stromnetzes in Europa bis zum Jahr 2030 auf Investitionen in Höhe von mehr als 1 Billion Euro belaufen wird. Der hohe Investitionsbedarf liegt zu einem großen Teil an dem erforderlichen Austausch alter und ineffizienter Anlagen. So sollen alleine zwei Drittel der bestehenden Windkraft-Anlagen bis zum Jahr 2020 ersetzt werden.
Der aktuellen Studie “Strommix in der EU27″ zufolge werden die erneuerbaren Energien den traditionell erzeugten Strom aber nicht vollständig verdrängen, um eine komplette Versorgungssicherheit zu gewährleisten, bräuchte man “alle verfügbaren Energieträger”, heißt es dort. Thorsten Herdan (Geschäftsführer von VDMA Power Systems) schätzt, dass fossile Brennstoffe in 20 Jahren noch 33% und Kernkraftwerke noch 19% der Stromversorgung ausmachen werden. Erneuerbare Energieträger werden ca. 50% des Anteils ausmachen, aktuell liegt er bei der europaweiten Stromproduktion noch bei 16%. Bis zum Jahr 2020 soll ihr Anteil schon auf 30% angewachsen sein, dann könnten die CO2-Emissionen um 15% reduziert werden - bis zum Jahr 2030 sogar um 45%. (mh)