Bundesnetzagentur: 2009 ist die installierte Solaranlagen-Leistung um 60% gestiegen. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Den aktuellen (wenn auch noch vorläufigen) Zahlen der Bundes- netzagentur zufolge ist die installierte Leistung von Solaranlagen 2009 um über 60% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Jahr 2008 betrug die installierte Leistung von Solaranlagen noch 6,0 Gigawatt, im letzten Jahr stieg sie auf 9,8 Gigawatt.
2008 lag die Windkraft mit 67% der installierten Gesamtleistung weit vorne, dahinter folgte die Solarenergie mit 18% und die Biomasse mit 10%. An der eingespeisten Strommenge war die Windkraft mit 57%, die Biomasse mit 27% und die Solarenergie mit 6% beteiligt. 2008 entfielen laut dem EEG-Statistikbericht 2,2 Milliarden Euro (und damit ein Viertel) aller für erneuerbare Energien zu zahlenden Vergütungen auf Solaranlagen. Die Vergütungssätze werden anhand der gemeldeten Photovoltaik-Anlagen berechnet. Diese müssen seit dem 1. Januar von jedem Anlagenbetreiber gemeldet werden, inklusive Standort und Leistung. Für Anlagen, die in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, werden Vergütungssätze von 9 und 11% gezahlt.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, weist darauf hin, dass eine Erhöhung der EEG-Umlage nicht automatisch zu höheren Strompreisen führt. Zumindest mittelfristig würde ein niedriges Börsenpreisniveau zu einer Senkung der Strom- beschaffungskosten führen, deshalb sollten Verbraucher bei Preissteigerungen aufgrund von höheren EEG-Umlagen kritisch sein. Kurth empfiehlt in diesem Fall den Wechsel zu Anbietern, die diese Vorteile auch an die Endverbraucher weitergeben. (mh)