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vzbv fordert Regeln für Umweltbegriffe in der Autowerbung

vzbv und VCD fordern klare und verbindliche Regeln für Produktinforma- tionen bei Autos und deren Nutzung in Werbeaussagen. (Foto: © vzbv)
vzbv und VCD fordern klare und verbindliche Regeln für Produktinforma- tionen bei Autos und deren Nutzung in Werbeaussagen. (Foto: © vzbv)

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Verkehrsclub Deutschland fordern klare und verbindliche Regeln für die in der Autowerbung verwendeten umweltrelevanten Begriffe. vzbv-Vorstand Gerd Billen erklärte am Freitag auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig, dass die Autohersteller die Verbraucher in die Irre führen, wenn sie mit Begriffen wie “umweltfreundlich” oder “klimafreundlich” werben, aber die Abgaswerte der beworbenen Modelle etwas ganz anderes sagen. Die beiden Autohersteller Opel und VW wurden von dem vzbv bereits aus diesen Gründen abgemahnt. Betroffen war der Insignia ecoFlex von Opel, der mit einem “umweltfreundlichen CO2-Ausstoß” beworben wurde und der Phatoen von VW, für den “höchste Umweltverträglichkeit” propagiert wurde. Opel und VW sicherten zu, diese Werbeaussagen nicht mehr zu machen.

Eine Studie, die im Auftrag des vzbv durchgeführt wurde, ergab, dass die Klimaschädlichkeit eines Autos neben den Kosten und dem Spritverbrauch das wichtigste Kriterium für die Kaufentscheidung der Verbraucher ist. Deshalb sind ehrliche Produktinformationen um so wichtiger. Billen appelliert deshalb an die Bundesregierung, das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb auf EU-Ebene entsprechend zu ergänzen. Außerdem forderte er eine Anpassung der Verbrauchstests und eine eindeutige Vergleichsverbrauchskennzeichnung bei Autos nach dem Prinzip der Kennzeichnung von Kühlschränken und Waschmaschinen.

Der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Gerd Lottsiepen, kritisiert zudem, dass bei den Herstellern und Medien der Eindruck erweckt wird, dass schon bald alltagstaugliche Elektroautos im Handel erhältlich sind, doch die meisten vorgestellten Modelle seien zunächst Prototypen. Er weist auch darauf hin, dass Elektroautos deutlich teurer sein werden als vergleichbare Benziner-Modelle und beziffert den Preisunterschied mit 10.000 - 20.000 Euro. Was viele Verbraucher nicht wissen: Auch Elektroautos sind nicht automatisch umwelt- und ressourcenschonend, sondern nur dann, wenn der Strom, mit dem sie betankt werden, auch aus regenerativen Quellen stammt. (mh)

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