Zwar reduziert Eco-Technik in Autos den Kraftstoffverbrauch, doch eine umweltschonende Fahrweise noch viel mehr. (Foto: © Pixelio / Kirchhoff)
Ein Test der Sachverständigenorganisation DEKRA hat ergeben, dass sich viele Spritspar-Modelle finanziell nicht lohnen. Der Anschaffungspreis ist viel zu hoch, so dass herkömmliche Serienmodelle auf Dauer günstiger sind. Getestet wurden drei Modelle in ihrer Standard- und Eco-Ausführung: der Opel Insignia (Eco-Modell 2.0 CDTI ecoFlex und der normale 2.0 CDTI ecoTEC), die S-Klasse von Mercedes (S 400 Hybrid und S 350) und der VW Passat (1.6 TDI Blue Motion und 2.0 TDI). Die Eco-Varianten waren mit den üblichen aktuellen Spritspartechniken (z.B. Start-Stopp-Automatik, optimierte Kraftstoffeinspritzung, geschlossener Kühler- grill u.a.) ausgestattet.
Alle Modelle wurden auf einem 114 Kilometer langen Rundkurs um Stuttgart herum gestetet, wobei jeweils ein Drittel der Strecke durch Stadtverkehr, über Landstraßen und Autobahnen führte. Es zeigte sich, dass die Eco-Modelle tatsächlich weniger Kraftstoff verbrauchten als die Standardmodelle, aber weniger als vom Hersteller angegeben. Konkret betrug die Kraftstoffeinsparung zweimal 7,7% und einmal 5,4%. Auffällig war, dass die Fahrweise des Testers einen erheblichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch hatte, der noch größer war als der aus der Eco-Technik resultierende. Das Fazit der Sachverständigen: Eco-Technik in Fahrzeugen kann den Kraftstoffverbrauch innerhalb bestimmter Spielräume senken und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber zum einen müssen die Autofahrer damit rechnen, dass sich die Mehrkosten, die bei Anschaffung eines Eco-Modells zu zahlen sind, nicht oder erst nach langer Zeit über den eingesparten Kraftstoff decken und zum anderen ist für eine wirkliche Kraftstoffeinsparung eine umweltschonende Fahrweise erforder- lich. Damit alleine kann der Verbrauch schon um 10-20% reduziert werden. Wie dies funktioniert, kann in speziellen Eco-Trainings erlernt werden. (mh)