Handelskammerpräsident Bernd Bechtold fordert ein Ende der Solarförderung. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Der baden-württembergische Handelskammerpräsident Bernd Bechtold plädiert dafür, die staatliche Förderung von Photovoltaik und Solarenergie zu beenden. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa argumentierte Bechtold, dass die Solarenergie-Subventionen den Staat rund 40 Milliarden Euro für alle bis 2009 installierten Anlagen kostet. Weitere 37 Milliarden Euro würden bis zum Jahr 2013 anfallen und dabei würde die Photovoltaik gerade einmal 1% des Strombedarfs decken, kritisiert der Handelskammerpräsident. Dieses Geld könne in diesen Zeiten besser für andere Dinge eingesetzt werden. Bechtold, der betont, dass die Photovoltaik und Solarenergie generell sinnvoll ist, schlägt stattdessen Investitionen in die Energieforschung, Schulen und Straßen vor.
Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen soll nach einem Beschluss der Bundesregierung und gegen den Widerstand der Solarbranche ab dem 1. Juli 2010 bundesweit gekürzt werden. Für neue Solardächer sollen demnach zukünftig 16% weniger gezahlt werden, im Vergleich zu 2009 hat sich die Vergütung damit um 25% auf 33 Cent pro Kilowattstunde verringert. (mh)