Frank Asbeck, Chef von Solarworld, wirft der chinesischen Konkurrenz vor, mit unlauteren Methoden zu arbeiten. (Bild: © Solarworld)
Die chinesischen Photovoltaik-Firmen sind die größte Konkurrenz für europäische Solar-Unternehmen, doch dies soll nach Ansicht des Solarworld-Chefs Frank Asbeck nicht mit fairen Mitteln zugehen. Sein Vorwurf im “Focus”: Die chinesische Konkurrenz kämpfe mit unlauteren Methoden. Zum einen würden die Firmen günstige und zum Teil unlimitierte Kredite von den staatlichen Banken erhalten, die ihnen die Schulden dann nach einer bestimm- ten Zeit einfach erlassen und dies als “verlorene Kredite” verbuchen. Asbeck beruft sich dabei auf die Bilanzanalysen seiner Wettbewerber. Zum anderen seien die Rahmenbedingungen viel besser, da hier subventionierte Energiepreise bestehen und nur geringe Umweltauflagen erfüllt werden müssen.
Dazu komme, dass die Arbeitskosten in China um mehr als die Hälfte niedriger lägen als hierzulande. Kritik an chinesischen Solar- firmen übte auch Georg Nassauer, Gesamtbetriebsratschef des finnisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks, hierbei ging es um Preisdumping bei dem chinesischen Unternehmen Huawei. (mh)