Viele Fahrradanhänger für Kinder sind mit gefährlichen Schadstoffen belastet. (Bild: © Stiftung Warentest)
Bei einem Test von 12 Fahrrad-Anhängern für Kinder aus unterschiedlichen Preisklassen (120-845 Euro) haben die Stiftung Warentest und der ADAC in 10 Modellen giftige Substanzen nachgewiesen. Fünf Produkte wiesen sogar eine so hohe Schadstoffbelastung auf, dass die Modelle die Note “mangelhaft” erhielten. Vor allem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate (Weichmacher) wurden in hohen Mengen nachgewiesen. Phthalate stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen, die Fortpflanzung zu gefährden und das Erbgut zu verändern. Thomas Burkhard, ADAC-Vizepräsident für Technik, betont, dass Schadstoffe in Produkten für Kinder nichts zu suchen haben. Dabei geht es nicht nur um eine schadstofffreie Produktion, sondern auch um eine entsprechende Auszeichnung der Produkte. Nur so könnten Eltern auf einen Blick erkennen, dass sich das Produkt für Kinder eignet.
Die beste Note im Test (”gut”) erhielt der Fahrradanhänger Chariot Cougar 2, dessen Gesamteindruck und Vielseitigkeit die Tester überzeugte. Allerdings hat er kein serienmäßiges Rücklicht, was zu einem kleinen Abzug führte und mit einem Preis von 725 Euro ist er auch der zweitteuerste im Test. Am schlechtesten schnitt der Prophete Art 2906 ab, weil er die höchsten Schadstoffwerte aufweist und zudem bei Regen auch kaum Schutz bietet. Die gute Nachricht: Auf die schlechten Testergebnisse haben die ersten Hersteller schon reagiert. So kündigte Burly an, dass zwei neue Produkte erst dann auf den Markt kommen, wenn sie aus einwandfreiem Material produziert werden. (mh)