In Erfurt wurde das erste Ausbildungszentrum für Solar-Fachleute eröffnet. (Foto: © Thüringer Staatskanzlei)
Am heutigen Dienstag wurde in Erfurt nach gut einjähriger Bauzeit das bundesweit erste Ausbildungszentrum für Solar-Fachleute eröffnet. Das Zentrum gehört zur “Solarinitiative Thüringen” und hat etwa 10,5 Millionen Euro gekostet. Bund und Land haben sich mit ca. 8 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligt. Bundes- forschungsministerin Annette Schavan (CDU) erklärte, dass diese einmalige Ausbildung am “Thüringer Kompetenzzentrum für Hoch- technologie und Solarwirtschaft” eine überzeugende Antwort sei, junge Leute in den neuen Ländern, in denen sich in den letzten Jahren immer mehr Solarunternehmen angesiedelt haben, zu halten. Die Technologie- und Marktführerschaft der heimischen Photovoltaik-Unternehmen soll so erhalten und ausgebaut werden. Mit dem Kompetenzzentrum soll dafür gesorgt werden, dass der wachsende Bedarf an qualifizierten Fachkräften erfüllt wird.
Am neuen Ausbildungszentrum in Erfurt sollen jährlich bis zu 2500 Personen eine Ausbildung absolvieren oder Qualifikation erhalten. Dabei sollen auch Fachleute für Sachsen und Sachsen-Anhalt geschult werden. Das Haus verfügt über Speziallabore und einen Reinraum, in denen die Auszubildenden geschult werden und darüber hinaus über vier Solarmodultestfelder. Für die Ausbildung von Fachkräften in 25 Berufsfeldern stehen 351 Plätze zur Verfügung. Den Angaben des Chefs der Solarinitiative Mittel- deutschland, Hubert Aulich, zufolge, rechnet die Branche damit, dass es alleine in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis zum Jahr 2013 insgesamt 40.000 Arbeitsplätze geben wird. (mh)