Öko-Test kann nur wenige schadstofffreie Filzstifte empfehlen. (Foto: © Pixelio / Hautumm)
Die Zeitschrift Öko-Test fand in vielen Filzstiften problematische Inhaltsstoffe. Von den 20 getesteten Filzstift-Sets erhielten sechs maximal die Note “ausreichend”. In vier Stiften fanden die Tester das krebsauslösende Cadmium (Marker von Faber-Castell) oder Blei (z.B. in Stiften von Herlitz) in der Ummantelung und das teilweise in Mengen, die die Grenzwerte der Chemikalien-Verordnung um ein Vielfaches überschreiten, so dass diese Stifte gar nicht verkauft werden dürfen. Dies ist gefährlich, weil Kinder dazu neigen, die Filzstifte in den Mund zu nehmen oder auf ihnen herumzukauen, wobei sie die giftigen Stoffe aufnehmen könnten. In 12 Produkten wurden halogenorganische Verbindungen gefunden, die als allergieauslösend gelten und sich in der Umwelt anlagern. In einem Stift wurden hohe Mengen von Diethylenglykol nachgewiesen, das Augen- und Hautreizungen hervorrufen kann, in einem anderen fanden die Tester den Farbstoffbestandteil Anilin, der ebenfalls im Verdacht steht, Krebs auszulösen.
Als Testsieger mit der Note “sehr gut” konnten dagegen folgende Filzstifte überzeugen: Crayola Super-tips Filzstifte, Dobell Colore Fasermaler und Smily Breit Fasermaler. Die Öko-Tester empfehlen, bei der Auswahl der Filzstifte auf die Herkunft der Stifte zu achten, denn die in Europa hergestellten Stifte erhielten alle mindestens die Note “befriedigend”. Grundsätzlich sollten Kinder aber keine Stifte benutzen, die mit “permanent”, “Allesmarker” oder “Whiteboard-Stifte” beschriftet sind, denn in diesen Stiften sind schnell verdunstende organische Lösungsmittel enthalten. (mh)