Das Deutsche Atomforum fordert eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um 28 Jahre. (Foto: © Pixelio / Bleyenberg)
Das Deutsche Atomforum schlägt vor, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke von 28 auf 60 Jahre zu verlängern. Durch diesen Schritt könnten die Strompreise langfristig gesenkt und die Beschäftigung stabilisiert werden, sagte Ralf Güldner, Vorsitzender des Atomforums, auf der Jahrestagung Kernkraft in Berlin. Durch die Laufzeitverlängerung könnte der Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts (3500 KWh / Jahr) um ca. 140 Euro entlastet werden. Diesen Wert habe ein Gutachten ergeben.
In seiner Eröffnungsrede sagte Güldner: “Wer die Kernenergie in Frage stellt, muss realistische Alternativen benennen. Bei den gewaltigen Aufgaben einer gleichermaßen sicheren wie bezahl- baren und klimafreundlichen Stromproduktion führt jede verein- fachende Schwarz-Weiß-Rhetorik in die Sackgasse. Ideologische Unterteilungen in ‘gute Energie’ und ’schlechte Energie’ sind nicht nur fachlich nicht begründbar. Sie werden auch den drängenden Herausforderungen an die Zukunft unserer Stromversorgung nicht gerecht. Das hat dann nichts mit Nachhaltigkeit zu tun!”. Er sprach sich für eine Zukunft mit erneuerbaren Energien in Kombination mit Kernkraft aus. Zudem begrüßte das Atomforum die Entscheidung des Umweltministers, das Moratorium einer ergebnissoffenen Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager aufzuheben. (ok)