Ingenieure haben das erste Leck der havarierten "Deepwater Horizon" verschlossen. Trotzdem fließen weiterhin täglich 800.000 Liter Öl ins Meer.
Der Ölkonzern BP kann einen ersten Erfolg im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko vermelden. Medienberichten zufolge ist es Ingenieuren gelungen, mithilfe von Tauchrobotern ein Leck in der havarierten Borhinsel “Deepwater Horizon” abzudichten. Dabei wurde eine Steigleitung zur Bohrinsel gekappt und mit einem Ventil verschlossen. Es ist jedoch nur ein kleiner Erfolg, denn auch nach dem Abdichten des Lecks fließen weiterhin täglich etwa 800.000 Liter Rohöl ins Meer. Als nächstes plant BP das Herablassen einer gigantischen Kuppel auf den Meeresgrund, die über das Bohrloch gestülpt werden soll. BP hofft, mit dieser bislang unerprobten Technik einen Großteil des Öls abpumpen zu können.
Endgültig verschlossen werden kann das Bohrloch nur durch die Bohrung eines zweiten Lochs. Dies kann jedoch ersten Berichten zufolge noch mehrere Monate dauern. Bis dahin wird das austretende Öl mit Chemikalien bekämpft. Durch die Chemikalien soll das Öl zersetzt werden, damit es nicht an die Oberfläche und somit auch nicht an die Küsten gelangen kann. Problem: Bislang ist nicht bekannt, wie sich diese Chemikalien auf die Unterwasserwelt auswirken werden. (ok)