BP hat die Glocke aus Stahlbeton, die ein Leck der havarierten Bohrinsel "Deepwater Horizon" verschließen soll, auf den Weg geschickt.
Der Ölkonzern BP hat heute die 98 Tonnen schwere und fast 15 Meter hohe Glocke aus Stahlbeton auf ein Schiff verladen, welches sie nun zur Unglücksstelle transportieren soll. Medienberichten zufolge plant BP die Glocke bis Ende dieser Woche über das Leck der havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” stülpen zu können. Die Glocke soll wie ein Trichter funktionieren, durch den das austre- tende Rohöl durch einen Schlauch an die Oberfläche transportiert und abgepumpt werden kann. Bislang wurde diese Technik jedoch noch nie in Tiefen von 1.500 Metern eingesetzt. Sollte BPs Plan aufgehen, könnte die Menge des austretenden Öls um 80 Prozent verringert werden. Bis dahin fließen jedoch weiter täglich etwa 800.000 Liter Öl aus zwei Lecks ins Meer. Ziel ist es, die Lecks mit einer zusätzlichen Bohrung endgültig zu verschließen. Bis dahin kann es jedoch noch mehrere Monate dauern. (ok)