Bei der Verbrennung von Bio-Kraftstoffen entstehen deutlich mehr Schadstoffe als bislang angenommen. (Foto: © Pixelio / Jeger)
Bielefelder Forscher warnen vor bislang unbekannten Schadstoff- emissionen, die bei der Verbrennung alternativer Kraftstoffe entstehen. Die Wissenschaftler um Professorin Katharina Kohse-Höinghaus weisen darauf hin, dass sich die Umweltfreundlichkeit von Kraftstoffen nicht nur aus ihrer CO2-Bilanz ergibt, sondern auch andere Schadstoffe berücksichtigt werden müssen, die bei der Verbrennung von Bio-Diesel, Butanol oder Ethanol entstehen. Die Forscher konnten belegen, dass Bio-Kraftstoffe zwar weniger Ruß bilden als fossile Brennstoffe, aber dass bei der Verbrennung von Bio-Kraftstoffen deutlich mehr gesundheitsschädliche Carbo- nyl-Verbindungen entstehen, berichtet der “Focus”.
Dazu gehört z.B. das krebserregende Formaldehyd oder Acetal- dehyd, das Leberschäden hervorrufen kann. Bei ihren aktuellen Forschungen wollen die Wissenschaftler die etwa 35.000 verschiedenen chemischen Reaktionen, die bei der Verbrennung von Bio-Diesel ablaufen, genauer untersuchen und herausfinden, welchen Einfluss der strukturelle Aufbau der beteiligten Kraftstoff- moleküle auf die Schadstoffbilanzen hat. (mh)