In mehreren Proben von Bio-Eiern im Landkreis Emsland wurden erhöhte Dioxin-Werte festgestellt. (Foto: © Pixelio / Mildenberger)
Bei einer Untersuchung des niedersächsischen Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz waren in mehreren Öko-Eiern von Bio-Bauernhöfen zu hohe Dioxin-Werte festgestellt worden. Ein Bio-Betrieb in der Grafschaft Bentheim wurde deshalb am Donnerstag gesperrt. Im Landkreis Emsland waren zeitweise sieben Betriebe gesperrt, von denen zwei jedoch inzwischen wieder freigegeben worden sind. Die verdächtigen Ei- und Futter- proben werden amtlich untersucht, wahrscheinlich resultieren die schlechten Werte aus Futter, das mit Dioxin belastet war.
Die betroffenen Höfe gehören mehrheitlich dem Verein “KAT-Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen” an. Der Verein hatte bei Routineuntersuchungen im Februar Proben genommen, von denen zwei erhöhte Dioxin-Werte aufwiesen. Die Betriebe wurden gesperrt und die Eier nicht mehr in den Handel ausgeliefert. Im April wurden aus dem gleichen Grund weitere Betriebe gesperrt. Den KAT-Untersuchungen zufolge kam das Dioxin vermutlich aus einer bestimmten Charge Biomais, die von einem Futtermittellieferanten aus den Niederlanden stammt. Der Verein hatte die entsprechenden Informationen umgehend an die zuständigen Behörden weitergegeben, mit denen er eng zusammenarbeitet. KAT-Geschäftsführer Caspar von Crohne erklärte, dass es zu keiner Zeit eine Gefahr für den Verbraucher gegeben habe und dass diese sicher sein können, dass die im Handel angebotenen Bio-Eier eine einwandfreie Qualität besitzen. (mh)