Laut BP-Vizepräsident Robert Dudley wird die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko die Offshore-Industrie für immer verändern.
Noch immer strömen täglich hunderte Tonnen Rohöl aus dem Leck der havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” in den Golf von Mexiko. Zwar versucht BP das Leck, welches in 1.500 Metern Tiefe liegt, mit einer Glocke aus Stahlbeton zu verschließen und somit das austretende Öl abzupumpen, jedoch kann dies nur eine vorläufige Lösung sein, bis die Bohrung eines zweiten Lochs das Leck endgültig verschließt. Bis dahin könnte es jedoch noch bis zu drei Monate dauern. “Es gibt keinen Zweifel, dass dieses Vorkommnis die Offshore-Industrie für immer ändern wird, rund um den Globus”, sagte Robert Dudley, BP-Vizepräsident für Amerika und Asien, egenüber dem Boston College Chief Executives Club. Laut dem BP-Chef wird man nun abwarten, bis die Reinigungs- arbeiten sowie die Untersuchungen der Öl-Katastrophe abge- schlossen sind und dann entscheiden, ob man weiterhin nach neuen Ölquellen in der Tiefsee suchen wird. Aktuell treten täglich etwa 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck der Bohrinsel aus. (ok)