Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) hat sich in einer Mitteilung zur EEG Novelle geäußert. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Wie der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. mitteilt, bedauert er, dass der Deutsche Bundestag bei seiner Beschlussfassung zur Kürzung der PV-Förderung die Interessen der in Deutschland ansässigen Solarunternehmen zu wenig berücksichtigt hat. Der Bundestag setzte sich damit auch über zahlreiche Bedenken aus der Solarbranche, der Wissenschaft, den Gewerkschaften und auch aus eigenen Reihen sowie über einen Beschluss des Bundesrates hinweg. Eine Mehrheit in der Länderkammer hatte die Bundes- regierung aufgefordert, die Solarförderung im Rahmen der außerordentlichen EEG Novelle weniger stark zu beschneiden. Laut dem Bundestagsbeschluss soll die Photovoltaik-Förderung zum 1. Juli 2010 um 11 bis 16 Prozent abgesenkt werden. Eine weitere Senkung soll zum 1. Januar 2011 erfolgen. Auch hier wird es voraussichtlich wieder eine Absenkung im zweistelligen Prozent- bereich geben. Der BSW geht davon aus, dass nun viele Investitionen in Solarstrom vorgezogen werden, um sich noch die alten Förderkonditionen zu sichern.
„Inakzeptabel bleibt die Kappung ganzer Marktsegmente wie der Förderung von Solarstromanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen. Unverständlich ist uns auch, warum der Eigenverbrauch von Solarstrom nicht stärker angereizt wird. Beide Maßnahmen hätten zur schnelleren Kostensenkung von Solarstrom beitragen können“, so BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig. Laut dem BSW stelle insbesondere die Summe der Fördereinschnitte die Branche vor gewaltige Herausforderungen. Die Branche sei nun “zum Erfolg verurteilt” und müsse ihre Technologieführerschaft im harten Wettbewerb weiter behaupten und auch in Zukunft immer ein Stück besser bleiben, als die Konkurrenz. Auch in Zukunft müsse die Branche verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren, was durch die EEG Novelle jedoch schwieriger würde. Auch das Programm “Innovationsallianz Photovoltaik” könne diese Ein- schnitte nicht kompensieren. (ok)