Der Dioxin-Skandal um Bio-Futtermittel weitet sich auf mehrere Bundesländer aus. (Foto: © Pixelio / Mildenberger)
Der Skandal um Dioxin-verseuchte Bio-Eier weitet sich aus. Wie das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Recklinghausen mitteilte, wurden rund ein Dutzend Hühnerhöfe gesperrt, nachdem in Bio-Futtermitteln Dioxin gefunden wurde. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich um Jungtierzuchten und Legebetriebe. Medienberichten zufolge sind auch Eier aus den betroffenen Betrieben schon in den Verkauf gelangt sein. Laut einer Sprecherin des Landesamts ist jedoch noch nicht bekannt, welche Abnehmer hiervon betroffen waren/sind.
Inzwischen kümmern sich auch die Behörden in Berlin um den Fall. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Ver- braucherschutz erklärte, dass die Veterinär- und Lebensmittel- ämter der Bezirke nun prüfen, ob sich auch im Berliner Handel Eier aus den betroffenen Chargen befinden. Ein Sprecher des hessischen Umweltministerium teilte mit, dass auch in Hessen zwei Bio-Hühnerfarmen wegen Dioxinfunden in Futtermitteln gesperrt worden sind. Die genauen Ergebnisse werden Anfang der Woche erwartet. Vermutlich werden noch weitere Betriebe gesperrt, denn der verseuchte Mais aus der Ukraine wurde auch nach Rheinland-Pfalz, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern geliefert.
Laut einer Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung geht von den Dioxinfunden in Eiern und Bio-Futtermitteln keine Gefahr aus, auch eine Sprecherin des Bundesministeriums für Verbraucherschutz bestätigte, dass keine akute Gesundheits- gefährdung bestehe, wie eine Untersuchung ergeben habe. Die betroffenen Eier-Chargen, die unter anderem an die Supermarktketten Lidl und Rewe geliefert wurden, sind inzwischen aus dem Verkauf genommen worden. (mh)