Der massive Anbau von Energie-Mais kann sich negativ auf die Artenvielfalt von Wildpflanzen auswirken. (Foto: © Pixelio / Juweltop)
Der Landesjagdverband Hessen sieht die Artenvielfalt durch den zunehmenden großflächigen Anbau von Mais zur Erzeugung von Biogas gefährdet. Ihm zufolge wurden 2008 bundesweit etwa 300.000 Hektar Ackerland mit Mais angebaut, 2009 waren es sogar schon über 2 Millionen Hektar, was den Artenschwund beschleunige. Deshalb fordert der Verband, bei der Erzeugung von Bio-Energie den Artenschutz zu berücksichtigen. Konkret schlägt er vor, 5-10% der Fläche, auf die Energie-Mais angebaut werden soll, für ökologisch wertvolle Wildpflanzen zu reservieren. Ein Pilot- projekt soll nun Aufschluss darüber geben, ob bei der Biogas-Gewinnung eine Mischung aus hochwüchsigen Stauden (z.B. Alant, Sonnenblumen) mit Wildpflanzenarten (z.B. Schafgarbe, Wicke, Wiesenbärenklau, Wiesensalbei) möglich ist. Sollte dies bestätigt werden, dann soll das Projekt auch auf andere hessische Regionen ausgedehnt werden, in denen intensiver Energie-Mais-Anbau betrieben wird. (mh)