Die Umweltschützer von "Matter of Trust" sammeln Haare, um diese gegen die Ölpest im Golf von Mexiko einzusetzen. (Foto: © Matter of Trust)
Die amerikanische Umweltgruppe “Matter of Trust” hat überlegt, wie man die Ölpest im Golf von Mexiko am effektivsten bekämpfen könnte und kam dabei auf menschliche und tierische Haare. Nachdem der Ölkonzern BP mit dem Versuch, das Ölleck der gesunkenen Bohrinsel “Deepwater Horizon” mittels einer 100 Tonnen schweren Stahlglocke abzudichten, fehlgeschlagen ist, wurde im Internet dazu aufgerufen, eigene Ideen einzusenden, wie man der Umweltkatastrophe Herr werden kann.
Die Umweltschützer von “Matter of Trust” haben sich überlegt, dass man einfach Haare von Menschen und Tieren nehmen könne, da diese in der Lage sind, Öl zu binden. Man hat also sowohl Friseure als auch Tiersalons dazu aufgerufen, abgeschnittene Haare an “Matter of Trust” zu senden. Insgesamt sollen so jeden Tag 200.000 Kilogramm Haare zusammenkommen. Dort werden die Haare in Nylons gepackt und zum Golf von Mexiko transportiert. Ob die Aktion wirklich Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Tatsache ist jedoch, dass Haare das sechsfache ihres eigenen Gewichts in Öl aufnehmen können. Auf der Website “ExcessAccess” können Freiwillige ihre Haare, Wolle, Fell und Nylons spenden. (ok)