Brandenburger Umweltverbände fordern ein Ende der indirekten Subventionierung von Braunkohle. (Foto: © Pixelio / Kunze)
Die Umweltverbände NABU und BUND üben massive Kritik an der indirekten Subventionierung der Braunkohle-Industrie in Branden- burg. NABU-Landeschef Tom Kirschney und BUND-Landesge- schäftsführer Axel Kruschat erklärten am Montag in Potsdam, dass dem Bund und Land alleine durch die Subventionen für den Energiekonzern Vattenfall in Brandenburg knapp 267 Millionen Euro jährlich entgingen. Während der Konzern einen Jahresgewinn von 1 Milliarden Euro erzielt, verzichtet das Land auf Wasser- entgelte von knapp 23 Millionen Euro pro Jahr und auf weitere 244 Millionen Euro jährlich durch den Erlass der Förderabgabe und die kostenlose CO2-Zertifikate-Zuteilung.
Beide Verbände fordern deshalb ein Ende dieser indirekten Subventionierung der Braunkohle-Industrie. Das Ziel, den CO2-Ausstoß in Brandenburg bis zum Jahr 2020 auf 54,6 Millionen Tonnen zu senken, bezeichnete Kirschey als “nicht besonders ambitioniert”, schließlich liegt die derzeitige CO2-Belastung noch bei 60 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. (mh)