Die Stadt Sandersdorf-Brehna finanziert die Produktionshalle eines Solarunternehmens. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Die Stadt Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld geht neue Wege, um Investoren aus der Solarbranche in die Region zu ziehen. Aktuell will sie die Finanzierung einer kompletten Produk- tionshalle für den norwegischen Investor Vetro Solar übernehmen. Dieser Plan ist umstritten, denn während Wirtschaftsminister Reiner Haseloff ihn als “innovativ” bezeichnet, hat der Steuer- zahlerbund “große Bedenken”. Grund: Wenn das Projekt scheitert, muss die Kommune und damit der Steuerzahler die Kosten hierfür tragen.
Diese Sorge teilt Haseloff nicht. Auch wenn es ein solches Projekt in Sachsen-Anhalt bislang nicht gab, sei es hierzulande und auch international nicht unüblich, dass Firmen im Wettbewerb um Unternehmens-Ansiedlungen bezugsfertige Produktionshallen angeboten werden. Auch Andy Grabner (CDU), der Bürgermeister von Sandersdorf-Brehna, sieht in dem Projekt nur Vorteile. So werden zunächst 70 neue Arbeitsplätze entstehen und es besteht die Option auf 400 weitere Arbeitsplätze in der Zukunft. Die Stadt übernimmt für Vetro Solar die Finanzierung des Grundstücks und der Produktionshallen und trägt dabei 12 Millionen Euro. Nach fünf Jahren soll die Halle dann von der Firma, die hier eine Glasfabrik für die Solarindustrie bauen will, gemäß dem geschlossenen Miet- kaufvertrag übernommen werden. (mh)