Der Ölkonzern BP will innerhalb der nächsten 72 Stunden einen zweiten Versuch starten, das Ölleck im Golf von Mexiko zu verschließen.
Der Ölkonzern BP hat nach dem gescheiterten Versuch, mit einer rund 100 Tonnen schweren Stahlkuppel das in 1.500 Meter Tiefe liegende Ölleck der Bohrinsel “Deepwater Horizon” zu verschließen, mehrere Optionen für das weitere Vorgehen geprüft. Offenbar haben sich die Experten nun darauf geeinigt, eine kleinere Stahlglocke in den Golf von Mexiko zu schicken und es erneut zu versuchen. In der ersten, etwa vier Stockwerke hohen Kuppel, hatten sich Eiskristalle gebildet, die das Absaugen des Öls unmöglich gemacht hatten. Die BP-Ingenieure hoffen, dass sich in der zweiten, kleineren Stahlglocke keine Eiskristalle bildern werden. Garantieren kann man dies jedoch nicht.
Der zweite Versuch soll Medienberichten zufolge innerhalb der nächsten 72 Stunden unternommen werden. Scheitert auch der zweite Versuch, könnte man nur noch auf eine Entlastungsbohrung warten. Diese würde es dem Ölkonzern erlauben, das Ölleck mit Beton oder einer anderen, schweren Flüssigkeit abzudichten. Bis diese Bohrung ihr Ziel erreicht hat, könnte es jedoch noch bis zu drei Monate dauern. Aktuell strömen täglich bis zu 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck am Meeresgrund aus. (ok)