Viele verschiedene Öko-Label für Mode sorgen beim Verbraucher für Verwirrung. (Foto: © Pixelio / Dreher)
Bekleidungsingenieurin Katharina Schaus aus Konstanz forscht seit 15 Jahren zum Thema Öko-Textilien. Gegenüber der Nachrichten- agentur dpa erklärt sie, dass die Vielzahl von Öko-Siegeln für Mode bei den Verbrauchern für Verwirrung sorgt, weil sie unterschied- liche Ziele verfolgen, berichtet die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Zudem könne man die vielen Öko-Label, deren Berechtigung sie gar nicht in Abrede stellt, nicht miteinander vergleichen. Während einige Label nur die Schadstoffbelastung im Endprodukt bewerten (wie z.B. der bekannte Öko-Tex 100 Standard), berücksichtigen andere auch die Ökologie der Produktionsprozesse und die Sozialverträglichkeit des Herstellers. Deshalb fordert sie im Sinne des Verbrauchers klarere, transpa- rentere und verständlichere Öko-Label für Mode.
Schaus weist darauf hin, dass es bereits ein international anerkanntes Öko-Label für Mode gibt, das jedoch bei den Verbrauchern weitgehend unbekannt ist und deshalb oftmals nicht abgebildet wird, obwohl die Kriterien erfüllt sind: Es handelt sich um das Öko-Gütezeichen GOTS (Abkürzung für Global Organic Textile Standard), das vor einigen Jahren von mehreren inter- nationalen Organisationen und Textilverbänden entwickelt wurde. Es beinhaltet relativ strenge Kriterien wie z.B. Bio-Anbau der Rohstoffe, soziale Produktionsbedingungen und Schadstoffgehalt des fertigen Produkts. (mh)