Ölkonzern BP und Bohrplattformbetreiber Transocean schieben sich gegenseitig die Schuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu.
Noch immer läuft das Öl aus dem Leck der havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” nahezu ungehindert ins Meer. Nach dem gescheiterten Versuch, das Ölleck mit einer 100 Tonnen schweren Stahlglocke abzudichten, um das Öl so abpumpen zu können, fließen weiterhin täglich ca. 800.000 Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Mittlerweile sind die Unternehmen, die an der Bohrinsel beteiligt sind, dazu übergangen, sich gegenseitig die Schuld an dem Unglück zuzuschieben. So ließ der Ölriese BP verlauten, dass sich die von ihm genutzte Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” im Besitz des Unternehmens Transocean, dem weltgrößten Bohrplatt- formenunternehmen mit Sitz in der Schweiz, befinde.
BP bemängelte, dass ein Abstellventil von Transocean, dass sich am Meeresgrund befindet, nicht funktioniert habe. Die Transocean meldete hingegen, dass die Verantwortung für die Bohrpläne bei BP liegen. Trotz des Streits will BP die Kosten für die Säuberung und die wirtschaftlichen Folgeschäden tragen - auch über die gesetzlich festgeschriebene Obergrenze hinaus. BP will nun versuchen, das Ölleck mit einer kleineren Kuppel abzudecken. Das kleinere Modell wiegt nur etwa zwei Tonnen und ist so groß wie ein Ölfass. Ob das Projekt Erfolg haben wird, ist unklar. (ok)