Laut Untersuchung von Greenpeace sinkt die Pestizidbelastung bei Tomaten. (Foto: © Pixelio / Hainz)
In einer neuen Untersuchung hat Greenpeace die aktuelle Pestizidbelastung von Tomaten überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass diese erfreulicherweise abgenommen hat. Vor allem die Cherry- und Strauchtomaten aus Discountern und Super- märkten sind weniger belastet als in den letzten Jahren.
Allerdings gibt es auch schlechte Nachrichten: Es gibt offenbar kaum noch Tomaten, die überhaupt nicht belastet sind und die Anzahl der eingesetzten Pflanzengifte steigt weiter. Während in den Vorjahren 30% der Tomaten überhaupt keine Pestizide enthielten, traf dies bei der aktuellen Untersuchung nur auf 3,4% der Tomaten-Proben zu. Dabei ist zu beobachten, dass die Hersteller immer mehr unterschiedliche Pestizide einsetzen - vermutlich um zu verhindern, dass bei einem einzigen Stoff die Höchstmenge überschritten wird, so Greenpeace. Teilweise wurden auf den Tomaten bis zu 11 verschiedene Pestizide gefunden. Diese Mehrfachbelastungen sind laut Greenpeace gesundheitlich bedenklich, wie wissenschaftliche Studien heraus- gefunden haben. Bio-Tomaten sind jedoch weiterhin empfehlens- wert, weil sie kaum belastet sind. Obwohl sie im Vergleich zu herkömmlicher Ware nur eine geringe Schadstoffbelastung aufweisen, sind die Verunreinigungen nach Einschätzung von Greenpeace für Bio-Produkte immer noch zu hoch.
Greenpeace hatte deutschlandweit in sechs führenden Super- marktketten (Aldi, Edeka, Lidl, Metro, Rewe, Tengelmann/Kaiser’s) 61 Tomaten-Proben gekauft und diese von einem zertifizierten Labor auf mehr als 350 verschiedene Rückstände untersuchen lassen. Auffällige Befunde wurden von einem zweiten Labor noch einmal untersucht. (mh)