BP hofft, an diesem Wochenende entscheidende Fortschritte bei der Bekämpfung des Ölkatastrophe im Golf von Mexiko machen zu können.
Wie der Ölkonzern BP mitgeteilt hat, glaubt man an diesem Wochenende einen entscheidenden Schritt im Kampf gegen die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko machen zu können. Mit einer kleinen Stahlglocke soll das Leck, aus dem täglich mehr als 700 Tonnen Rohöl austreten, verschlossen werden. Damit könnten bis zu 85 Prozent des aus der Quelle austretenden Öls aufgefangen werden. Der letzte Versuch mit einer 100 Tonnen schweren und vier Stockwerke hohen Stahlkuppel scheiterte, weil sich in ihrem Inneren Kristalle bildeten, die ein Abpumpen des Öls unmöglich machten. An diesem Wochenende soll nun die kleine Glocke in 1.500 Meter Tiefe abgesenkt werden. Gleichzeitig arbeitet der Ölriese an einer Möglichkeit, das defekte Bohrloch der am 20. April explodierten Ölplattform “Deepwater Horizon” endgültig zu verschließen. Dazu könnte das Loch mit einem Gummi- oder Holzgeschoss verstopft werden. Eine Lösung wird jedoch erst für Mitte oder Ende nächster Woche erwartet. (ok)