Der Klimawandel mit seiner globalen Erwärmung bedroht viele Eidechsenarten auf der ganzen Welt. (Foto: © Pixelio / Hellbilly)
Biologen schlagen Alarm: Die globale Erwärmung könnte das Ende vieler Eidechsenarten sein, weil sie sich nicht so schnell an die Erwärmung anpassen können. Es ist zu befürchten, dass in den nächsten 70 Jahren 20% aller Eidechsenarten aussterben, wie ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift “Science” berichtet. Eine große Studie hat ergeben, dass einige Arten bereits schon von unserem Planeten verschwunden sind wie z.B. auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Hier sind seit 1975 schon 12% der Eidechsenarten ausgestorben.
Barry Sinervo von der University of California in Santa Cruz erklärt, dass Eidechsen zwar wechselwarme Tiere sind, die die Sonne brauchen, um sich aufzuheizen, aber dass sie sich bei zu starker Sonne in den Schatten zurückziehen müssen. In dieser Zeit können sie nicht auf Nahrungssuche gehen, sie werden von Futtermangel bedroht. Auf Yucatan scheint dies bereits der Fall zu sein, denn die Zeit, in der die Tiere sich hier in die Sonne begeben, ist schon jetzt deutlich geschrumpft. Laut Sinervo reicht diese Zeit nur, um sich aufzuwärmen, nicht aber um ausgiebig auf Insekten- jagd zu gehen. Den Hunger würden die Tiere vielleicht noch überle- ben, aber sie würden aus Schwäche ihre Fortpflanzung einstellen.
Die Wissenschaftler warnen, dass sich das Aussterben der Eidechsen auf die Nahrungskette auswirken würde, denn Eidechsen stehen auf dem Speiseplan vieler anderer Tiere wie z.B. Vögel oder Schlangen. Auf der anderen Seite erfüllen sie selbst eine wichtige Funktion in der Natur, denn sie jagen Insekten. Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, würden weltweit 6% aller Eidechsenarten bis 2050 aussterben und bis 2080 sogar 20%, warnen die Forscher. Besonders gefährdet sind solche Arten, die schon jetzt in einer Region leben, in der die Temperatur relativ hoch ist wie z.B. auf Madagaskar. (mh)