Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko hat den britischen Ölkonzern BP bisher schon mehr als 450 Millionen US-Dollar gekostet.
Wie der Ölriese BP mitteilte, hat die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mittlerweile 450 Millionen US-Dollar (353 Millionen Euro) an Kosten verursacht. Zudem seien mittlerweile etwa 6.700 Schadenersatzforderungen bei dem Unternehmen eingegangen. Von diesen wurden laut BP bereits 1.000 bezahlt. BP hatte die Verantwortung für die Katastrophe übernommen und zugesichert, sämtliche Kosten, die für die Beseitigung des Öls entstehen, zu übernehmen. Auch alle “legitimen Schadenersatzforderungen” sollen schnell reguliert werden. Laut BP sind aktuell rund 13.000 Menschen damit beschäftigt, das Meer von dem Öl der im April havarierten Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” zu reinigen und das Ölleck in 1.500 Metern Tiefe zu schließen.
Aktuell versucht BP, das Öl mit einem etwa 15 Zentimeter dicken Rohr, das genau auf das Ölleck passen soll, in einen Tanker abzusaugen. Gleichzeitig wird auch weiterhin versucht, das Leck mit einer kleinen Stahlglocke zu verschließen. Der erste Versuch mit einer großen, 100 Tonnen schweren Glocke war missglückt, da sich in der Tiefe durch das kalte Wasser Kristalle im Inneren der Stahlglocke gebildet haben und ein Absaugen des Öls unmöglich machten. Noch ist unklar, ob die beiden Aktionen den gewünschten Erfolg haben werden. (ok)