Die USA haben im Kampf gegen die Ölpest den Einsatz von Chemikalien erlaubt, die das Öl unter Wasser zersetzen sollen.
Die USA haben im Kampf gegen die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko erlaubt, spezielle Chemikalien, die das Öl unter Wasser zersetzen sollen, einzusetzen. Das hat auch die US-Küstenwache mittlerweile bestätigt. Die Entscheidung für die Chemikalien soll erst gefallen sein, nachdem Experten die Ergebnisse einiger Tests mit den Chimikalien ausgewertet hätten. Durch die Chemikalien soll das Öl in kleine Partikel zerfallen, die dann biologisch abbaubar sein sollen. Umweltschützer, Fischer und Wissenschaftler haben jedoch Bedenken, dass sich aus dem Chemie-Cocktail eine giftige Suppe bilden könnte. Noch ist unklar, wie sich die Chemikalien langfristig auf das empfindliche Öko-System auswirken werden.
Die Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Seit der Explosion fließen täglich mindestens 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck in 1.500 Metern Tiefe ins Meer. Einige Experten schätzen sogar, dass täglich mehrere Millionen Liter aus dem Bohrloch austreten. (ok)