Erneuter Rückschlag für BP: Das 1.500 Meter lange Rohr, mit dem das Öl aus dem Leck abgesaugt werden sollte, hat zum zweiten Mal versagt.
Am Sonntagmorgen wurde bekannt, dass der Versuch, das in 1.500 Metern Tiefe liegende Ölleck der havarierten Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” mit einem langen, dünnen Rohr zu verschließen um so das Öl an die Oberfläche pumpen zu können, fehlgeschlagen ist. Ein Rahmen, der das Rohr in dem Ölleck halten sollte, verschob sich. Dadurch musste das Rohr wieder an die Oberfläche geholt und neu ausgerichtet werden. Nun ist auch der zweite Versuch, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag unternommen wurde, fehlgeschlagen. Das Rohr wurde zwar erfolgreich in das Ölleck eingeführt, jedoch verhedderte sich das Kabel eines Tauchroboters mit dem über einen Kilometer langen Rohr, wodurch es erneut an die Oberfläche geholt werden musste.
Nun arbeiten die Ingenieure an einem dritten Versuch. Sollte dieser ebenfalls fehlschlagen, bliebe BP noch die Option, zu versuchen, das Leck mit kleinen Gegenständen wie Golfbällen oder Reifenresten zu verschließen. Täglich treten etwa 800.000 Liter Rohöl aus dem Ölleck der am 20. März im Golf von Mexiko havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” aus.