Erster Erfolg im Kampf gegen die Ölpest: Das Öl-Gas-Gemisch aus Leck am Meeresgrund kann nun in ein Schiff abgesaugt werden.
Seit Wochen gibt es die ersten positiven Nachrichten von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Den Ingenieuren des britischen Ölkonzerns BP ist es gelungen, ein 1.500 Meter langes Rohr in das Ölleck der havarierten Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” einzuführen und das Öl-Gas-Gemisch in einer Tanker abzusaugen. Zuvor war der Versuch, das Öl mit dem dünnen Rohr abzusaugen, mehrfach fehlgeschlagen. Laut BP wurden Öl und Gas auf das Schiff “Discoverer Enterprise” gepumpt und dort kontrolliert abgefackelt. Die Verantwortlichen zeigen sich nun optimistisch, das Leck innerhalb der nächsten 10 Tage verschließen zu können.
BP plant zunächst das Leck Gummi- und Faserresten zu verstopfen und es danach mit Beton dauerhaft abzudichten. Das können jedoch nur Übergangslösungen sein, bis eine Entlastungsbohrung dauerhafte Entwarnung bringen wird. Experten schätzen, dass es bis zur Fertigstellung des zweiten Bohrlochs noch mindestens zwei Monate dauern wird. Die Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Seitdem strömen täglich rund 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck am Meeresgrund ins Meer. (ok)