An der Küste Floridas wurden mindestens 20 Teerklumpen angespült, die von der havarierten Bohrinsel stammen könnten.
Einem Bericht des “Miami Herald” zufolge wurden an der Küste von Florida mindestens 20 Teerklumpen angespült, die von der havarierten Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” stammen sollen, die am 20. April dieses Jahres im Golf von Mexiko explodiert war. Aktuell überprüft die US-Küstenwache, ob die Klumpen mit dem Ölunfall in Zusammenhang stehen. Florida liegt etwa 700 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt. Den Ingenieuren von BP ist es zwar am Wochenende gelungen, ein kleines Rohr in das Ölleck am Meeresgrund einzuführen, mit dem ca. ein Fünftel des austre- tenden Öls abgepumpt werden kann, jedoch strömen auch weiterhin täglich Hunderttausende Liter Rohöl ins Meer.
Dort schwimmt mittlerweile ein 16 Kilometer langer, fünf Kilometer breiter und 90 Meter dicker Ölteppich wie eine Wolke durch den Golf von Mexiko. Aktuell plant BP die Ölquelle zu ersticken. Mit Schläuchen soll Schlamm in das Leck gepumpt werden, damit die Ölquelle schließlich versiegt. Sollte der Versuch scheitern, belibt BP bald nur noch auf die Entlastungsbohrung zu warten. Bis diese fertiggestellt ist, kann es jedoch noch zwei Monate dauern. (ok)