Meisen und Amseln ziehen herkömmliches Futter dem Futter aus biologischem Anbau vor. (Foto: © Pixelio / Schmich)
Britische Forscher haben herausgefunden, dass Gartenvögel wie Meisen und Amseln konventionelle Körner dem Futter aus biologischen Anbau vorziehen. Die Wissenschaftler um Biologin Ailsa McKenzie von der Newcastle University hatten jeweils zwei Futterstationen mit konventionellen Körnern und Bio-Körnern in 30 Gärten im Norden Englands aufgestellt. Über sechs Wochen im Winter beobachteten sie das Fressverhalten der Vögel. Nach der Hälfte der Zeit tauschten sie die Anordnung der beiden Futter- stationen, um Gewöhnungseffekte bei den Tieren auszuschließen.
Es stellte sich heraus, dass vor allem kleine Vögel wie Amseln oder Meisen konsequent konventionelle Körner bevorzugen und das Futter aus biologischem Anbau verschmähen. Der Grund: Körner aus konventioneller Landwirtschaft enthalten wegen der stärkeren Düngung rund 10% mehr Protein und damit auch mehr Nährstoffe. Für die Vögel bedeutet dies, dass sie mit diesem Futter besser den Winter überstehen können, da sie in dieser Jahrezeit mehr Eiweiß benötigen. Forschungsleiterin Ailsa McKenzie betonte jedoch, dass es bei der Untersuchung nur um den Proteingehalt der verschiedenen Futtersorten ging, aber die langfristigen Folgen von Chemikalien und Pestiziden dürfte man nicht vernachlässigen. (mh)