Umweltschützer befürchten, dass der riesige Ölteppich der "Deepwater Horizon" schon bald die Küste Floridas erreichen könnte. (Foto: © NASA)
Die Schäden, die die Ölpest im Golf von Mexiko angerichtet hat, lassen sich aktuell noch gar nicht beurteilen. Seit Wochen fließen täglich etwa 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck der am 20. April explodierten Ölbohrinsel “Deepwater Horizon”. Nachdem es dem britischen Ölkonzern BP am Wochenende gelungen war, ein dünnes Rohr in das Leck einzuführen, um so zumindest rund 300.000 Liter täglich in einen Tanker abpumpen zu können, soll am kommenden Wochenende der Versuch gestartet werden, das Leck komplett zu verschließen. Das gestaltet sich jedoch schwierig, da das Leck in einer Tiefe von 1.500 Metern liegt.
Entweder am Samstag oder am Sonntag will BP nun versuchen, schweren Schlamm in das Leck zu pumpen. Bis zu 6000 Liter sollen pro Minute in das Leck fließen. Ein Drucktest, den BP an dem Ventilsystem vorgenommen hat, soll ergeben haben, dass diese Möglichkeit funktionieren könnte. Sollte der Versuch scheitern, will BP versuchen, das Ventilsystem mit Gummiteilen zu verstopfen. Die finale Lösung kann jedoch nur die Bohrung eines Entlastungslochs sein. Dies kann jedoch noch mehrere Monate dauern. (ok)