Katastrophe: Das Öl der explodierten Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" hat nun die Feuchtgebiete Louisianas erreicht. (Foto: © New Orleans Lady)
Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko hat endgültig das Land erreicht: Am Donnerstag wurde eine große Menge Öl in die Feuchtgebiete Louisianas gespült. Gouverneur Bobby Jindal hat sich bereits vor Ort ein Bild von der schrecklichen Lage gemacht. Teilweise sei der angeschwemmte Ölteppich mehrere Zentimeter dick. Das Marschland dient auch zur Züchtung von Garnelen, Krabben, Muscheln und Fischen, die den Bundesstaat zu einem führenden Produzenten von Meeresfrüchten in den USA gemacht haben. Experten gehen davon aus, dass noch mehr Öl angespült wird. Die Küstenlandschaft Louisianas ist für ihren Artenreichtum bekannt und von daher extrem empfindlich.
Das wahre Ausmaß der Umweltkatastrophe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abschätzen. Das Öl stammt aus der am 20. April explodierten Ölbohrinsel “Deepwater Horizon”. Täglich fließen nach offiziellen Angaben etwa 800.000 Liter Rohöl aus dem in 1500 Meter Tiefe liegenden Leck. Zwar saugt BP seit dem Wochenende etwa 5000 Barrel Öl (ca. 800.000 Liter) täglich ab, jedoch gehen Experten davon aus, dass die Ölmenge, die täglich aus dem Leck in den Golf von Mexiko fließt, deutlich größer ist als von BP angegeben. (ok)