Schauspieler Kevin Costner will die Ölkatastrophe mit einer Zentrifuge bekämpfen, die Öl und Wasser trennen soll. (Foto: © New Orleans Lady)
In Houston (Texas) sind rund 70 BP-Mitarbeiter rund um die Uhr damit beschäftigt, Ideen aus der Bevölkerung entgegen zu nehmen, die dabei helfen könnten, die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, die durch die Explosion der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April ausgelöst wurde, einzudämmen. Eine Idee stammt Medienberichten zufolge von dem US-Schauspieler Kevin Costner (”Waterworld”, “Der mit dem Wolf tanzt”). Costner hat 24 Millionen US-Dollar in ein Unternehmen investiert, das eine Zentri- fuge entwickelt hat, mit der sich Wasser und Öl trennen lassen.
Die Zentrifuge wird einfach an den Küsten ins Meer gelassen und soll dort ihre Arbeit verrichten. Dabei wird das Öl in Tanks gespeichert und das Wasser wieder abgegeben. Laut dem Unternehmen sind die Zentrifugen einsatzbereit und könnten folglich sofort mit der Arbeit an den verschmutzten Küsten Louisianas beginnen. BP sieht sich die Technologie aktuell an. Aktuell fließen laut offiziellen Angaben täglich 800.000 Liter Rohöl aus dem Leck in 1500 Metern Tiefe. Nach der Veröffentlichung eines neuen Videos, auf dem das Ölleck zu sehen ist und das bislang von BP zurückgehalten wurde, gehen Experten davon aus, dass die Ölmenge, die täglich in den Golf von Mexiko fließt, dramatisch größer sein könnte, als von BP angegeben. Aktuell saugt der britische Ölkonzern eigenen Angaben zufolge täglich 5000 Barrel Öl (rund 800.000 Liter) aus dem Leck ab. (ok)