BP hat einen Livestream bereitgestellt, in dem jeder Online-Nutzer einen Blick auf das Ölleck der havarierten "Deepwater Horizon" werfen kann.
Der britische Ölriese BP musste vor einigen Tagen auf Drängen der US-Regierung einen Live-Videostream bereitstellen, der einen Blick auf das Ölleck der am 20. April im Golf von Mexiko havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” gewährt. Die Bereitstellung wurde von Congressman Edward Markey gefordert. Der Livestream ist für jeden Nutzer mit Internetverbindung abrufbar und kann mittler- weile direkt auf der Website von BP gefunden werden. Wie in dem Livestream zu sehen ist, treten noch immer riesige Mengen Öl und Gas aus dem Leck aus. Am Dienstag will der Ölkonzern einen neuen Versuch starten, das Leck zu verschließen.
Ursprünglich sollte heute mit den Arbeiten begonnen werden. BP will das Ölleck mit dem sogenannten “Top Kill”-Verfahren ver- schließen. Dabei wird Schlamm in das Leck gepumpt, bis das Öl nicht mehr aus dem Leck fließt. Danach soll das Leck mit Zement versiegelt werden. Noch immer ist unklar, wie viel Öl wirklich täglich in den Golf von Mexiko strömt. BP gibt immer noch 5.000 Barrel Öl / Tag (ca. 800.000 Liter) an. Experten gehen jedoch davon aus, dass es bis zu 25.000 Barrel Öl /Tag sein könnten, die das Meer verunreinigen. (ok)