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Einbindung des Seeverkehrs in Emissionshandel machbar

Einer aktuellen Studie zufolge ist die Einbindung des Seeverkehrs in den Emissionshandel einfach zu realisieren. (Foto: © Pixelio / Gecko)
Einer aktuellen Studie zufolge ist die Einbindung des Seeverkehrs in den Emissionshandel einfach zu realisieren. (Foto: © Pixelio / Gecko)

Das Öko-Institut e.V. - Institut für angewandte Ökologie weist darauf hin, dass der internationale Seeverkehr aktuell für 2,7% aller globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist - mit steigender Tendenz. Der Rat der Europäischen Union hat erst kürzlich vereinbart, die Emissionen bis 2020 um 20% gegenüber dem Stand von 2005 zu senken. Die Einbindung des inter- nationalen Seeverkehrs in den Emissionshandel könnte ein weiterer Schritt sein, um diesem Ziel näher zu kommen.

Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass die Einbindung des internationalen Seeverkehrs in den europäischen Emissionshandel keine nennenswerten ökono- mischen Nachteile mit sich bringt und zudem sowohl technisch als auch rechtlich kurzfristig umzusetzen wäre. Dies könnte sich sogar positiv auf die Schiffswirtschaft auswirken.

Projektleiter Stefan Seum vom Öko-Institut erklärt, dass diese Einbindung auf der Basis der bereits vorhandenen Daten der Schiffe erfolgen könne, die in Europa anlaufen. Dieses System wäre nicht nur administrativ sehr einfach, sondern auch sehr umwelt-effizient und im Einklang mit internationalen Abkommen und Regelungen auch juristisch stabil. Nach Einschätzung von Wirtschaftswissenschaftlerin Margareta Kulessa von der Fach- hochschule Mainz würde der deutsche Schiffsbausektor von der Einbindung profitieren, denn die Nachfrage nach Umwelttechno- logien und effizienteren Schiffen würde steigen. (mh)

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