Die US-Regierung hat nun offiziell den Fischerei-Notstand ausgerufen. Die Bundesstaaten können nun Finanzhilfen beantragen. (Foto: © NASA)
Medienberichten zufolge hat die US-Regierung offiziell den Katas- trophenfall für die Fischereiindustrie in Mississipi, Louisiana und Alabama ausgerufen. Damit erhalten die von der Ölkatastrophe betroffenen Bundesstaaten die Möglichkeit, Finanzhilfen in der Hauptstadt Washington zu beantragen. Die Fischer, Austern- und Krabbenzüchter in Louisiana liefern etwa 40 Prozent der gesamten Meeresfrüchte der USA. Insgesamt sind mehr als 27.000 Menschen im Fischereisektor beschäftigt. Nach dem Untergang der am 20. April explodierten Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” sind nach offiziellen Angaben täglich rund 5.000 Barrel Rohöl aus dem in 1.500 Metern Tiefe liegenden Leck ausgetreten. Mittlerweile sind mehr als 110 Kilometer Küstengebiet in Louisiana verseucht.
Laut der US-Naturschutzbehörde Fish and Wildlife wurden seit dem Beginn der Ölpest mehr als 300 Seevögel, etwa 200 Schildkröten und 19 Delfine tot aufgefunden worden. Der britische Ölriese BP will heute versuchen, das Bohrloch der “Deepwater Horizon” mittels dem sogenannten “Top Kill”-Verfahren zu verschließen. Dabei sollen große Mengen dicken Schlamms und Zement in das Bohrloch gepumpt werden. (ok)