Laut Greenpeace wird mit den Schokoriegeln Butterfinger und Baby Ruth illegal Gen-Food verkauft wird. (Foto: © Sabine Moeller / Greenpeace)
Nach Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace wird in Deutschland Gen-Food verkauft, das nicht als solches gekenn- zeichnet ist. Es handelt sich um zwei aus den USA importierten Schokoriegeln der Firma Nestlé namens Butterfinger und Baby Ruth, die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, aber nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Nicht als solches gekenn- zeichnetes Gen-Food darf in Europa nicht verkauft werden.
Greenpeace hatte ein Labor beauftragt, die Inhaltsstoffe verschie- dener Schokoriegel zu überprüfen. Die Ergebnisse belegen, dass in den beiden genannten Schokoriegeln Gen-Soja enthalten ist, im Schokoriegel Butterfinger fand das Labor außerdem Zutaten aus 6 verschiedenen Gen-Maissorten. Verkauft werden die beiden Produkte an Tankstellen, Kioskien, in Videotheken, im Internet und in den Supermarktketten Edeka, REWE sowie Karstadt/Perfetto.
Greenpeace zufolge sind diese Schokoriegel in den USA absolut nichts außergewöhnliches, in der dortigen Lebensmittelherstellung ist der Einsatz von genmanipulierten Zutaten (z.B. Gen-Zucker, -Sojaöl oder -Maisstärke) üblich. Es gibt in den USA - anders als in Europa - keine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus genetisch veränderten Rohstoffen. Greenpeace fordert den deutschen Handel nun auf, “nur Importprodukte aus den USA zu verkaufen, die garantiert keine Zutaten aus Gen-Pflanzen enthalten.” Die beiden betroffenen Schokoriegel sollten allerdings direkt aus dem Sortiment genommen werden, so Greenpeace. (mh)